Osteopathische Module - Fortbildung

Die Module koennen einzeln gebucht werden, oder als Gesamtausbildung OSTEOPATISCHE MODULE. Die Gesamtausbildung ist zur Prüfung für die Positiv-Liste für den NTE ( nachtraeglichen Titelerwerb  Bsc) an den Verband PhysioSwiss, resp. BBT eingegeben worden. Der Entscheid ist zu diesem Zeitpunkt noch hängig. Die Gesamtausbildung setzt sich aus folgenden Modulen/Std  zusammen:

Funktionelle Osteopathie                     84 Std
Viscerale Osteopathie                         42 Std
Myofasciale Integration                        63 Std
Schleudertrauma                                  42 Std

GESAMTAUSBILDUNG    TOTAL        231 Std  Fachunterricht

 

FUNKTIONELLE  OSTEOPATHIE 

Funktionelle Osteopathie ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept am Bewegungsapparat.  

Bei der Funktionellen Osteopathie wird der therapeutische Schwerpunkt auf die einstimmende Umsetzung von Spannungsmustern in den Lebensvorgängen des Patienten gelegt. Es geht um die Kontaktnahme mit den lebendigen Zielfunktionen und in zweiter Linie um die Behandlung erkrankter Zielstrukturen.  

Die funktionelle Osteopathie setzt bei den Ursache- und Folgeketten an, auf welche der Körper schematisch mit Schmerzen, Verspannungen und Bewegungs einschränkungen reagiert.  Der funktionell arbeitende Therapeut orientiert sich so sanft und so sicher wie möglich an den Wirk- und Spannkräften, die in den Aeußerungen der Gewebe spürbar sind.

Die Behandlungsimpulse gehen sowohl in Richtung der physiologischen Pulsationen wie auch der pathologischen Läsionsmuster.  FO ist eine Patienten- und Schmerz-orientierte Behandlung am Bewegungsapparat, bzw. an den Gelenken des Körpers, mit Ausrichtung auf die Statik. Erst wenn die Statik funktionell eingerichtet ist, kann in der Folge – Kette weiter gearbeitet werden, und vorhandene Leiden an Schultern, Hand-und Sprunggelenk, Hüften und Ellbogen gelindert werden. Es ist eine sanfte Behandlungstechnik und birgt daher keine wesentlichen Kontraindikationen.  

Therapie - Praxis:  

-Diagnostik und Befund von Bindegewebe, Gelenken, Wirbelsäule
-Austesten und Befunden u.a. mit Beizug von Muskeltests und kinesiologischen Konzepten
-Funktionelle Zusammenhänge aller beteiligten Strukturen
-Behandlung der strukturellen Verletzungen und Dysfunktionen   durch unterschiedliche Techniken  
-Lösen und Wiederherstellen von bestmöglicher Funktion der Strukturen -Energetische Ausgleichstechniken   

VISCERALE   OSTEOPATHIE  

Die Viszerale Osteopathie ist der Teil der Osteopathie, welcher sich speziell der Behandlung innerer Organe (Viszera) widmet.

Entwickelt wurde die Viszerale Osteopathie von J. P. Barral und Dr. Weisschenk. Sie wird insbesondere in frankophonen Ländern praktiziert.   In der Viszeralen Osteopathie werden die Organe direkt, sanft und oft mit schnellem Erfolg behandelt. Es wird dabei die Beweglichkeit der Organe zueinander und zu den sie einhüllenden oder stützenden Muskel-und Bindegewebe getastet und behandelt. Diese Bewegungen werden in der Viszeralen Osteopathie Mobilität genannt.So können ligamentöse Anheftungen der Organe mobilisiert, Verklebungen gelöst und gestaute Gewebe drainiert werden. Dadurch wird die Funktion der Organe unterstützt und angeregt, die Selbstheilungskräfte gefördert und krankhafte Mechanismen aufgelöst.  

In der Viszeralen Osteopathie besitzt das Wissen um die embryonale Entwicklung der Organe eine große Bedeutung, da sich aus der “ embryonalen Entwicklungsbewe-gung” (Ascensus, Descensus) ,die jedes Organ vollzieht eine feine tastbare Bewegung ergibt , welche das jeweilige Organ als Ausdruck seiner Vitalität fortwährend ausführt. Diese Bewegung wird in der Viszeralen Osteopathie Motilität genannt.Der Osteopathische Behandler tastet (palpiert) diese feine Eigenbewegung und kann sich so ein Bild von der Gesundheit des jeweiligen Organes machen. Durch eine sanfte Förderung dieser Bewegung kann die Vitalität des Organs angeregt und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.  

Therapie – Praxis:  

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Wesentliche Konzepte der viszeralen Organmanipulation werden erklärt und häufige Dysfunktionen der Organe erläutert.
-Begriffe wie Mobilität und Motilität werden
geklärt, die Position der einzelnen Organe wird eruiert. Die Organe werden einzel behandelt, von ligamentären und fascialen Adhäsionen gelöst und dabei in ihrer Lage und Funktion normalisiert.
-Behandlung von Dünndarm, Dickdarm, Leber/Gallenblase,
Magen und Niere, Beckenorgane, Blase und Niere, der Lunge und des Herzens inkl. Perikard.   

MYOFASCIALE  INTEGRATION  

Myofasciale Integration ist eine Tiefenbindegewebe-Methode, welche in der Osteopathie unter dem Namen Myfascial Release bekannt ist.   

Das Organ, welches alle inneren Strukturen des menschlichen Körpers miteinander verbindet, bezeichnet man als Fasziennetz. Dieses formgebende Bindegewebe strukturiert und verbindet alle Elemente des menschlichen Körpers und unterteilt diesen in seine einzelnen Funktionseinheiten.   

Die Faszien unterliegen ständigen Veränderungen und stellen sich auf die An-forderungen ein, denen der Körper des Menschen ausgesetzt ist. Auf besondere körperliche Belastungen – wie etwa an den Gelenken – reagieren sie, indem sie zusätzliches Material produzieren, um dadurch den Körper zu stabilisieren und zu stützen. Dabei wird unter Umständen aber auch mehr Material produziert, als eigentlich notwendig wäre. Mit der Zeit wird dann die stabilisierende Wirkung so groß, dass sich Einschränkungen für die Bewegungsfreiheit ergeben, was wiederum zur Veränderung der Körperhaltung und Bewegungsmuster führt.   

Die Faszien spielen eine wesentliche Rolle für das Funktionieren des menschlichen Körpers.Funktionseinschränkungen können mit Myofaszialer Integration gelöst werden. Das dreidimensionale Fasziennetz soll zuerst anatomisch verstanden werden. Danach werden für die Praxis gezielte Manipulationen und Griffe gelernt, welche die Verklebungen und Gewebsrestriktionen auflösen und dem Körper zu neuem Wohlbefinden und Vitalität verhelfen.   

Theorie – Praxis:  

-Funktion der Faszie, Ursachen von Faszienrestriktionen -Schichtweises Eintauchen in die verschiedenen Faszienstrukturen und Erkennen  des dredimensionalen Fasziennetzes.
-Visuelle Analyse der Körperstruktur -Uebungen zur Selbstwahrnehmung des Körpers
-Praktische Arbeit am myofaszialen Gewebe: -Vertiefung Technik der direkten Faszienmanipulation
-Behandlung verschiedener Organfaszien -Indirekte und direkte Faszientechniken

   

TRAUMA - SCHLEUDERTRAUMA  

Verletzungen von Hals und Nacken und auch anderer Körperteile sind sehr verbreitet. Autounfälle, Stürze, direkte und indirekte Verletzungen und Belastungen durch die Körperhaltung tragen zu chronischen Nacken/Rückenbeschwerden bei. Es liegt in der Natur des Körpers, sich im Lauf der Zeit an die Stressfaktoren anzupassen. Diese Stressoren werden zur Quelle von degenerativen Veränderungen in den Gewebe -Strukturen und führen schliesslich zu Schädigungen. Häufig verursacht der Halswirbelsäulenbereich und die Veränderungen keine lokalen Beschwerden, sondern beeinträchtigen das Wohlbefinden, die Balance und den Energiehaushalt des gesamten Körpers. Es werden craniosacrale, myofasciale und Mobilisations-Techniken der verschiedenen Gewebe unterrichtet und gelehrt.  

Im dritten/vierten Teil der Kursreihe wird das Augenmerk darauf gesetzt, die traumatischen Zustände nicht nur aufder körperlichen Ebene zu erkennen,sondern auch deren Einflüsse auf das gesamte menschliche System. Er befasst sich mit emotionalen, energetischen, psychischen und spirituellen Prozessen, dem Erkennen von traumatischen Zuständen und Schock, sowie dem Umgang mit traumatischen Erlebnissen auf körperlicher und energetischer Ebene.   

Therapie – Praxis:  -

-Verschiedene Techniken werden eingesetzt:
 
-myofasciale Lösetechniken
-Arbeit mit Muskeln und Bindegewebe -Mobilisation der betroffenen Gelenke, Facettengelenke
-Arbeit mit Meningen
-Arbeit mit der cerebrospinalen Fluessigkeit -Anamnese der Trauma-und Schockphysiologie
-Traumatherapeutische Arbeit mit dem Proceduralen Erinnerungsystem -Sitzungsaufbau und Traumatechniken
-Erkennen von traumainduzierten Verhaltensmustern und das  sensomotorische Loesen ihrer Strukturen
-feinste Energiearbeit


 



Colorado Cranial Institute, Bremgartnerstr. 18, 8003 Zürich